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Aktuelle Meldungen der Stadtwerke Hemau

Biomasseheizwerk / Hackschnitzel der Stadtwerke Hemau

Die Stadtwerke Hemau gehen auch bei der Beheizung der öffentlichen Gebäude neue Wege. Das Hackschnitzel - Heizwerk an der Schule ist seit Dezember 2008 bzw. Januar 2009 in Betrieb und beheizt das Altenheim, das betreute Wohnen, die Mittelschule mit Tangrintelhalle, das Rathaus, den Zehentstadel mit dem Haus der Musik und fünf Privathäuser.

Ausschlaggebend für die zügige Realisierung des Heizwerks waren die bisherigen Bestrebungen der Stadt Hemau zum Einsatz von regionalem Holz in allen Bereichen, wie z.B. der Neubau der Schule in Holzbauweise. Die Verknüpfung von Schule, betreutem Wohnen, Altenheim der Caritas stellen die Ausgangslage für die geplanten Erweiterungen der Anlage im Jahr 2009 dar. Der Ausbau wird zunächst bis hin zum Rathaus, Zehentstadel, Pfarrhaus und weiteren privaten und gewerblichen Objekten mit einem Nahwärmenetz erfolgen.

Der Hackschnitzelkessel mit 610 KW Heizleistung wird vom bisherigen fossilen Energieverbrauch (das sind ca. 180.000 Liter Heizöl - soviel wie 100 Wohnhäuser!) mehr als 95 % ersetzen. Durch die geplanten Anschliesser (Pflegebereiche mit hohem Sommer-Wärmebedarf) ist auch eine gute Sommerauslastung erzielbar. Da die Kesselanlage mit einer hochmodernen Staubreinigung, einer Lambdasonde und einer speziellen Low-Nox-Regelung zur Senkung der Stickoxydemissionen ausgerüstet ist, wird eine starke Absenkung der Emissionen gegenüber dem Ist-Zustand erreicht. CO² kann jährlich um ca. 450 t/a reduziert werden. SOX und NOX gehen stark zurück, Staub nimmt geringfügig zu.

Pro Jahr werden etwa 560 t ausschließlich naturbelassene Hackschnitzel (= ca. 2400 m³/a) aus dem Stadtwald von Hemau und umliegenden Wäldern eingesetzt. Dies sind ca. 70-80 Lieferungen pro Jahr, überwiegend in der Heizperiode. Die Zulieferung erfolgt über den Schulhof außerhalb der Schulzeiten. Im Winter finden max. 7 Lieferungen pro Woche statt. Lieferant ist die Waldbesitzervereinigung w.V. (WBV) Hemau, zu den größeren Mitgliedern zählt die Stadt Hemau.

Die Anlage läuft vollautomatisch, ohne eigenes Personal und ist technisch sehr einfach aufgebaut (keine Schnecken, sondern ein hydraulischer Direkteinschieber). Zur Spitzen- und Notversorgung werden die vorhandenen Gaskessel in der Schule weiterbetrieben.

Die Maßnahme kostet die Stadtwerke Hemau als Investor und Betreiber etwa 907 TEUR netto.
 

Fördermittel des bayerischen Technologie- und Förderzentrums i.H.v. 80 TEUR und Förder-mittel über das KfW Programm „Erneuerbare Energien“ – Darlehen mit Tilgungszuschuss i.H.v. 180 TEUR sind bewilligt und bereits ausbezahlt.

Das Hackschnitzelprojekt belässt den jährlichen Umsatz für Energie (180.000 Liter Heizöläquivalent = ca. 135.000 EUR pro Jahr mit stark steigender Tendenz), der bisher in außereuropäische Länder abgelaufen ist, jetzt in Hemau und Umgebung und schließt auch bei der Brennstoffversorgung und der Ascheverwertung (ca. 5 to/a) den Kreislauf.

Es ist eine der originären Aufgaben von Kommunen, die Infrastruktur für eine wirtschaftlich und sparsame Energieversorgung und dies noch mit starker regionaler und monetärer Wirkung zu schaffen.
 

Kennzahlen Biomasseheizwerk/Hackschnitzel der Stadtwerke Hemau
Investition  netto: 907 TEUR
Nahwärmeleitungen: DN 50 bis DN 100 (10 cm Durchmesser); ca. 800 m
Anschlusspotenzial: ca. 180.000 Liter Heizöläquivalent pro Jahr,
davon Deckung durch Hackschnitzel: mehr als 95 %
Spitzen- und Notversorgung: durch vorh. Gaskessel
Hackschnitzelkessel: 610 kW  Lambdasonde und LOW-NOX Hochleistungsmultizyklon
560 to/a  naturbelassene Hackschnitzel = ca. 2400 m³ Hackschnitzel/a
Lieferant Hackschnitzel: WBV Hemau
Anschluss-Gesamtleistung: 1443 kW alle Gebäude
davon Hackschnitzel 610 kW
Deckungsgrad: > 95 %

Leitungsplan

 
Telefon: (0 94 91) 94 00-34  ·  Telefax: (0 94 91) 34 49  ·  E-Mail: info(at)stadtwerke-hemau.de  ·  Sitemap
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